Waldbrandgefahr weiterhin sehr hoch Drucken E-Mail

brandlil2 5237066Nicht nur auf dem Waldboden herrscht Dürre, auch die Bäume selbst sind ausgetrocknet, und Regen ist zumindest in den nächsten Tagen nicht in Sicht - eine für die Jahreszeit unübliche Situation, bestätigt auch Franz Resperger, Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos Niederösterreich. „Wir haben in den letzten drei Monaten pro Quadratmeter nur 30 Liter Niederschlag verzeichnet, allein diese Zahl zeigt, wie knochentrocken es ist“, so Resperger, „es herrscht akute Waldbrandgefahr.“

Besonders gefährdet sei der Wienerwald, grundsätzlich gilt aber für das ganze Land ein strenges Verbot für das Hantieren mit offenem Feuer. „Jeder ist gut beraten, dieses Verbot ernst zu nehmen“, sagte Resperger. Wer dagegen verstößt, müsse mit einer Geldstrafe von bis zu 7.000 Euro rechnen.

Für die Feuerwehr seien Waldbrände meist eine besondere Herausforderung, „weil sie häufig im unwegsamen oder gebirgigen Gelände ausbrechen“, erklärt Resperger, zuletzt etwa in Lilienfeld. Dann ist oft Hilfe aus der Luft nötig, es müssen Hubschrauber angefordert werden.

Unachtsamkeit mit Konsequenzen

Auch bei Absam in Tirol mussten Hubschrauber für den Löscheinsatz eingesetzt werden, insgesamt wurden 1.000 Flüge gezählt. Wie jetzt bekanntwurde, dürften sich die Sanierungsmaßnahmen sowie die Wiederaufforstung und Wiedererrichtung von Lawinenbauten auf etwa 2,9 Millionen Euro belaufen.

Ausgelöst wurde der Brand durch eine weggeworfene Zigarette. Eine weitere Gefahr seien Fahrzeuge, die mit ihrem heißen Katalysator durch kniehohes Gras fahren. Auch ein Grillfeuer in Wald- und Wiesennähe könne durch Funkenflug eine Gefahr darstellen, so Resperger, deshalb sollte man hier immer Löschmittel zur Hand haben.

 

Quelle: noe.orf.at

Foto: Thomas Teis

 
Mittwoch, 21. Februar 2024

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