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4. Mai – Gedenktag des hl. Florian
Aus diesem Anlass werden um den 4. Mai vielerorts Florianimessen abgehalten, wo die Mitglieder der Feuerwehren ihrem Schutzpatron für das abgelaufene unfallfreie Jahr danken und für das kommende die weitere Hilfe erbitten.
Eine Legende berichtet:
Florian wurde in Zeiselmauer bei Wien geboren. Damals herrschten die Römer; so wurde Florian Soldat, später Offizier und zuletzt Abteilungsleiter im Büro des römischen Statthalters zu Lorch in Österreich. Als im Römischen Reich die Christenverfolgungen ausbrachen, wurden auch in der Stadt Lorch 40 Christen gefangen genommen und ins Gefängnis geworfen. Florian war ein Christ. Die Soldaten hatten ihn nicht festgenommen, weil sie Achtung vor seinem hohen Rang hatten. Als Florian hörte, was geschehen war, ging er mutig zu den 40 Gefangenen und sagte: „Ich gehöre zu euch. Ich werde bei euch bleiben. Wenn es sein muss, sterbe ich mit euch.“ Der Statthalter, der Florian gut leiden konnte, wollte ihn heimlich aus dem Gefängnis herausbringen lassen. Florian aber blieb. Er ließ sich nicht von seinem Glauben abbringen und nahm zusammen mit seinen 40 Gefährten, den Martertod für seinen Herrn Jesus Christus auf sich.
Von Sankt Florian gibt es schöne alte Legenden. Als in Zeiselmauer einmal ein Haus lichterloh brannte, nahm der kleine Florian einfach einen der Holzeimer, wie sie bei ihm zu hause im Stall hingen, füllte ihn mit Wasser und löschte das Feuer mit Gottes Hilfe in wenigen Minuten. Noch heute findet man Bilder, auf denen (freilich der erwachsene „römische“ ) Florian beim Brandlöschen abgebildet ist. Viele Feuerwehrmänner haben Sankt Florian deshalb zu ihrem Schutzheiligen erwählt.
Eine weitere Legende berichtet:
Als Florian zum Tode verurteilt worden war, band man einen Stein an seinen Fuß und stieß den Heiligen in einen Fluss. Der Soldat, der es getan hatte, lief ein Stück flussabwärts und wollte sehen, ob Florian wirklich versunken und ertrunken wäre; da verlor der Soldat sein Augenlicht und erblindete. Florians Leichnam aber ging nicht unter, sondern wurde ans Ufer getrieben. Ein großer schwarzer Adler setzte sich an seine Seite und bewachte den Leichnam, bis eine fromme Frau ihn fand. Sie lud den toten Florian auf einen Ochsenkarren. Als die Ochsen vor Durst nicht mehr weiter wollten, betete die fromme Frau. Da entsprang am Wegesrand eine Quelle, und die Ochsen konnten trinken und weitergehen, bis zu der Stelle, an der Florian begraben wurde.
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